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Wiener Gansel

 

Der kurzschnäblige Wiener Ganseltümmler, eine sehr zutrauliche und imposante Rassetaube.

Nach vielfach vertretener Ansicht gehören Ganseltümmler zu den ältesten Taubenrassen. Ihre Zucht ist ungemein schwierig, es gehören langjährige Erfahrung und eine vollständige Kenntnis des Zuchtmaterials dazu, um Erfolge zu erreichen. Gelegenheitszüchter, die jede Rasse einmal züchten und deren es so viele gibt, werden damit wenig Freude erleben. Die Aufzucht reinrassiger, allen standardmäßigen Anforderungen gerecht werdenden Tiere ist mühevoll, sie fordert vom Züchter Ausdauer und Geduld, er darf nicht den Mut verlieren, wenn Versuche durch Fehlpaarungen misslingen. Das ganze Geheimnis der Erfolge liegt hier wie anderwärts in der richtigen Zusammen-
stellung der Zuchtpaare, der mindestens Eltern oder Großeltern seiner Zuchttiere kennt. Gerade aber in diesem Spannenden und Erwartungsvollen liegt ihr eigentlicher Reiz und sollte niemanden abschrecken, denn die Schwierigkeiten, welche sich einstellen, sind für jeden strebsamen Züchter ein Ansporn zu weiterem Züchten und wer sich ihr erst richtig ergeben hat, bleibt ihr treu, trotzt aller Enttäuschungen. Dafür ist aber der Lohn umso größer, wenn er endlich Erfolg hat und mit Stolz und Freude wird er seine Tiere zur Ausstellung schicken. Er ist für seine Mühe vollauf belohnt, wenn die Tiere die wohlverdiente Anerkennung finden (in Form der üblichen Geldpreise). Wie schon oben erwähnt, ist die Zucht infolge der außerordentlichen Verfeinerung der Rasse und der zu erzielenden erwünschten Zeichnung schwierig. Die derzeitige Zuchtrichtung verlangt bei allen kurzen Wiener Tümmler einen scharfmarkierten  Würfelkopf, die Breite soll in richtigem Verhältnis zur Kürze stehen, mit steil abfallender Stirn und mit der Schnabellinie einen rechten Winkel zeigen. In der Mitte des Scheitels ein Grübchen, das durch anatomische Gesetze des Hinterhauptknochen bedingt, von oben gesehen, ein stumpfwinkeliges Dreieck bildet. Der Hinterteil des Kopfes soll nach dem Hals zu senkrecht abfallen. Der Schnabel kurz, dick, kolbig, an der Spitze stumpf, die Wurzel ziemlich breit, so dass die vollendeste Form die "maulartige" ist und die Schnabellinie mit der Kopfplatte parallel auslaufend ist. Die Farbe des Schnabels ist hell fleischfarbig, ein rein weißer Schnabel wird erstrebt. Nasenwarzen zart und weiß bepudert. Die Augenringe sind groß, flach,rot, gegen die Kopfplatte zu reichend, das innere Auge schwarzrot, sogenanntes Kirschauge, ausdrucksvoll herausliegendes Kugelauge. Es gereicht dem Tiere zu besonderem Vorteil, wenn der Hals an der Kehle einen leichten Bogen beschreibt, somit geschnürt ist, d.h. konisch verläuft.
Der Körper auf mittelhohe Beine stehend, lebhaft rot gefärbt mit lichten Zehennägeln. Die Zeichnung hat im Nacken keilförmig zu beginnen, sich der Brust zu allmählich zu verbreitern, dieselbe in ihrer Unterhälfte in schöner Rundung zu begrenzen und am Rücken eine Herzform darzustellen. Schwanz färbig, bei blau mit Talerbildung, alle anderen Körperteile, d.h. Kopf, Hals, Oberhälfte der Brust, der Bauch, die Flügeln, der untere Teil des Rückens, rein weiß.

Leider gibt es zu wenige Idealisten, die sich der schwierigen aber interessanten und reizvollen Zucht annehmen.

 


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